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Milliarden-Kredit: Schaeffler-Deal macht Commerzbank erklärungsbedürftig Darüber hinaus bezahlt das familiengeführte Unternehmen jedem Beschäftigten in Mittelnfranken weitere 900 EUR, und die kommende Kollektivlohnerhöhung von 2,7 Prozentpunkten wird um zwei Kalendermonate vorverlegt. Die Teilnahme an dem Erfolgsunternehmen im Jahr 2010. Bisher nichts Außergewöhnliches unter gesellschaftlich orientierten Familienbetrieben, könnte man meinen. Wenn die spendende Firma nicht gerade Schroffler wäre, von allem. Der gleiche Automobilzulieferer aus Herzogenaurach, der vor anderthalb Jahren noch hoffnungslos verschuldet war, am Rand des Bankrotts stand und den Bund umsonst um Unterstützung bat, beglückwünscht nun seine Beschäftigten mit zusätzlichen 25 Mio. EUR, der ersten Gewinnbeteiligung in der Geschichte des Unternehmens.

Ein solches Angebot hätte wahrscheinlich noch vor nicht allzu langer Zeit zu großer Wut in den Vorständen verschiedener Kreditinstitute - insbesondere bei der Commerzbank - gefuehrt. Sie zitterten dort über den milliardenschweren Aufenthaltsort, den die Schaefflerin ausgeliehen hatte. Aber heutzutage sollte bei der Erwähnung des Namens SCHÄFFLER ein befriedigtes Lachen vorwegnehmen.

Schließlich kann man sich statt Milliardenabschreibungen aktuell ein lukratives Einkommen aus Franken erhoffen. Natürlich ziehen es die Kreditanstalten vor, sich darüber stillschweigend zu erfreuen. Wir verzichten auf erfreuliche Presseinformationen - vor allem mit der Commerzbank, dem mit Abstand bedeutendsten Kreditgeber. Die mehr als fünf Mrd. EUR Darlehen an die Firma SCHÄFFLER waren für Martin Blessing, den Vorstandsvorsitzenden des staatlichen Geldinstituts, einmal eine große Belastung.

Trotzdem ist es für die unangenehmen Überschriften von Blessing gut gerüstet: Die Firma Baeffler. Weil der Kredit, für den er einmal mit Bosheit überhäuft wurde, schlichtweg zu gut ist. So gut, dass es für Blessing noch schwieriger ist zu erläutern, warum der Steuerpflichtige im Jahr 2010 keine Verzinsung seiner milliardenschweren Hilfe für die Commerzbank erhalten sollte.

FÃ?r die teuerste Tranche des im Sommer 2009 abgeschlossenen Darlehens sind mehr als 15 Prozentpunkte Zins fÃ?llig - weitere Forderungen der Hausbank kommen hinzu. In dem soliden Familienbetrieb, an dem die Gründungswitwe Maria-Elisabeth Schaeffler mit 20 Prozentpunkten und ihr Schwiegersohn Georg mit 80 Prozentpunkten beteiligt ist, war ein feindseliges Übernahmeverfahren für den viel grösseren Wettbewerber Continental eingeleitet worden.

Der Schweizer Frank bietet den Conti-Aktionären 75 EUR pro Stück mit dem Anspruch, eine große Minderheitsbeteiligung zu erringen. Unglückliche Folge: Im Gegensatz zum Schaeffler-Plan, 40 Prozentpunkte plus X der Conti-Aktien zu erwerben, akzeptierten nahezu alle Gesellschafter das zunächst unattraktive Übernahmeangebot. Die Schaeffler waren von nun an mit rund elf Mrd. eingenommen.

Sie hatten inzwischen knapp 90-prozentige Anteile an der Conti-Aktie - aber bei Kursverlusten waren sie nur rund zwei Mrd. zu haben. "â??Die AktienmÃ?rkte drehen durchâ??, beklagte Maria-Elisabeth Schaeffler, die hauptinhabende EigentÃ?merin, und plaedierte fÃ?r staatliche Beihilfen - aber die belgische Regierung lehnte es ab, einem MilliardÃ?r zu nÃ?

Ein erstes kleines Wundertat ereignete sich im September 2009: Die Firma Schäffler erhielt einen Kredit von mehr als 11 Mrd. E. Dazu haben neben der Commerzbank auch die Landesbank Baden-Württemberg, die Landesbank Baden-Württemberg, die Universität Stuttgart, die Universität Hohenheim und die Royal Bank of Scotland beigetragen. Ermöglicht wurde dies durch ein aufwändiges Design, das der ehemalige Dresdner Bankier und Schriftführer Klaus Rosenfeld entworfen hatte - und das ihm die Wahl zum "CFO des Jahres 2009 " einbrachte.

Andererseits wurden die Bankiers von der anderen Tischseite, insbesondere von der Commerzbank, angelächelt. Lediglich die ersten sechs Billionen des elf -Milliarden-Konstrukts sind nicht spektakulär. Die fünf Kreditinstitute haben dieses Kapital an die Betriebsgesellschaft von SCHÄFFLER ausgeliehen, und die Verkaufs-, Forderungs- und Produktionshallen sowie der Großteil der Investitionen von Conti sind besichert.

Auch wenn die Höhe der Summen im Vergleich zur Grösse der beiden Unternehmen enorm ist - zumal Conti auch einen grossen Schuldberg vor sich hat. Aber hier hört das Alltägliche in Schaefflers Fall auf. Über diese sechs Mrd. EUR hätte der Automobilzulieferer in der Regel nie viel mehr aufnehmen können. Der Rest von fünf Mrd. für die Firma Schäffler stammt also von einer hochexotischen Anlage - und das bringt die Erträge der Kreditgeber nun enorm in Schwung.

Das Darlehen befindet sich in einer speziell eingerichteten Holdinggesellschaft namens "Schaeffler Handling Group Company Ltd & Co. KG ", die 100-prozentig die Aktien der operativ tätigen SCHÄFFLER Gruppe (SchÄFFLER Technologies 100-prozentig ) und einen Teil der erwarb.... Die Holdinggesellschaft hat so gut wie kein Einkommen, da weder die Firma Schäffler noch die Firma Conti Dividenden ausschütten können.

Aus Sicht der Banken sind die Darlehen an die Holdinggesellschaft reine Harakiris, die mit einer hochspekulativen Investition zu vergleichen sind - und die Kreditanstalten könnten auch dementsprechend vergütet werden. Der Darlehensnehmer bezahlt jahrelang keine Zins. Lediglich am Ende der Frist - in diesem Falle nach bis zu sechs Jahren - wird das Darlehen samt Verzinsung zurÃ?

Das bedeutet jährliche Ausgaben von mehr als einer halben Mrd. EUR, auch wenn ein großer Teil erst in wenigen Jahren zur Zahlung ansteht. Ein weiteres Highlight aus Bankensicht: Sie beteiligen sich an der Steigerung des Unternehmenswertes, sowohl bei Shaeffler als auch bei Conti, wie das Sprichwort sagt. Von gut 20 EUR im Sommer 2009 ist es nun auf rund 60 EUR gestiegen.

Es spricht nicht die Firma SCHÄFFLER und auch nicht die Commerzbank. Für das Jahr 2010, dessen Jahresbilanz erst Ende Januar vorgestellt wird, braucht Blessing nicht weniger als gute Neuigkeiten. Die Commerzbank hat das für 2010 angestrebte Milliardenergebnis erreicht. "Ich habe aus heutiger Sicht Hinweise darauf, dass das Betriebsergebnis des Konzerns auch im vierten Quartier erfreulich war", kündigte Finanzvorstand Eric Strutz diesen Monat vor einer Commerzbank-Investorenkonferenz in New York an.

"Damit war die Commerzbank in jedem der vier Quartale 2010 gewinnbringend. In den ersten neun Lebensmonaten hatte die Raiffeisen International ein operatives Ergebnis von 1,13 Mrd. EUR erzielt, unter dem Strich 1,17 Mrd. EUR. Ungeachtet der Milliardengewinne soll der Bund keine Verzinsung seiner stillen Beteiligung von mehr als 16 Mrd. EUR erhalten.

Sie werden wie vertraglich festgelegt nur dann mit neun Prozentpunkten zu verzinsen sein, wenn die BayernLB auch nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und nicht nur nach den international geltenden IFRS-Vorschriften einen Überschuss ausweist. Dabei wird natürlich übersehen, dass die Kredite im Sommersemester 2009 als hochriskant einzustufen waren. Schaeffler, das ist offensichtlich, wäre nicht wütend, wenn man insbesondere das hochinteressante Schaeffler-Institut neu verhandeln könnte.

In firmennahen Zirkeln ist zu vernehmen, dass die an die Holdinggesellschaft gerichteten Anforderungen als "tickende Zeitbombe" empfunden werden. Das Jahr 2015 wird für SCHÄFFLER, so gut das Geschehen auch heute noch ist, ein problematisches Jahr sein, wenn auf einen Streich eine Milliarde Euro Summe ausfällt. "Es kommt aber auch darauf an, wie sich die Commerzbank benimmt; sie ist die klare Nummer eins in diesem Unternehmen.

"Die Commerzbank selbst möchte sich jedoch nicht zu diesem Thema äussern. Auf jeden Fall geht die Industrie davon aus, dass die Commerzbank eine Kapitalmaßnahme plant, um einen Teil der Stillen Beteiligung des Staates von 16 Mrd. aufzufangen. Doch Blessing würde kaum acht Mrd. EUR am Markt bekommen, da seine gesamte Hausbank heute an der Frankfurter Wertpapierbörse weniger als sieben Mrd. EUR ausmacht.

Daher könnte die Commerzbank ein großes Potenzial haben, Schroffler von den kostspieligen Holdingdarlehen gegen eine regelmäßige einmalige Prämie zu befreien und durch billigere Loans zu ersatz. Das ist natürlich nur dann vorstellbar, wenn die Firma Schäffler einen Weg zur Finanzierung einer solchen einmaligen Prämie aufzeigt. Neue Verhandlungen sollten die Kreditinstitute jedoch nur unter einer anderen Voraussetzung aufnehmen - ihr noch immer enormes Schaeffler-Risiko würde sich verringern müssen, d.h. die Gesamtkreditsumme.

Das war vor anderthalb Jahren keine Alternative, denn die Aktien flogen kilometerweit unter dem Preis von 75 EUR, den die Firma Schäffler ihren Anteilseignern angeboten hatte. Wolfgang Reitzle, Aufsichtsratsvorsitzender von Conti, hatte vor dem Weihnachtsfest Gesprächsthemen bestritten, dass in Herzogenaurach eine Reduzierung seines Anteils auf 35 Prozentpunkte angestrebt werde, aber zeitgleich wurde in Herzogenaurach gehört, dass es keine Zeit eilig habe, die Fusion von SCHÄFFLER mit Conti voranzutreiben.

Eine Veräußerung der Conti-Anteile würde auf den ersten Blick aussehend wie eine Scheitern für Maria-Elisabeth Schäffler sein. Allerdings wollte sie nie die 75 Prozentpunkte, die sie heute hat. Hätten die Schäffler ihr Anteilspaket reduziert, hätten sie die Aktienmehrheit von Conti mitgenommen. Doch Maria-Elisabeth und Georg Schäffler konnten am Ende möglicherweise hundert Prozentpunkte ihres Familienunternehmens beibehalten.

Auch für dieses Konzept hat die Firma Schäffler einen Namen: "Model Quandt". Mit einer Beteiligung von fast 50 Prozentpunkten sind die Quartts ein bedeutender Minderheitsgesellschafter von BMW. Eine hochrangige Bankierin empfiehlt Vorsicht: "Noch", sagt er, "hat die Schroffler-Holding keinen einzelnen Kredit in Höhe von einem halben Liter zurückgezahlt.

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